Die Referenten der Ulrich-Tagung 2027
Für die nächste Tagung vom 29. bis 31. Oktober 2027 in Passau konnten bereits hervorragende Referentinnen und Referenten gewonnen werden, die das Themenfeld der Anthropologie aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nehmen und mit Ulrichs Denken ins Gespräch bringen werden.
Das Wesen des Menschen steht im Zentrum der Philosophie von Ferdinand Ulrich. Aus diesem Grund wird sich die zweite Ulrich-Tagung in Passau diesem Thema widmen und Ulrichs Denken mit den großen Fragen sowie auch den Herausforderungen der Gegenwart ins Gespräch bringen. Über die bisher für diesen großen Themenkomplex gewonnenen Referentinnen und Referenten freuen wir uns sehr. Sie sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden.
Martin Bieler ist ein reformierter Schweizer Theologe. In seiner Dissertation („Freiheit als Gabe“) und in späteren Veröffentlichungen beschäftigte er sich ausführlich mit Thomas von Aquin und dessen Aktualisierung im Denken Ulrichs. Dabei beleuchtet seine Arbeit den Lebenszusammenhang von trinitarischer Theologie und Ontologie ganz im Sinne Ulrichs. Aufgrund seiner Expertise schrieb er die Einleitung der Neuausgabe von Ulrichs Hauptwerks („Homo abyssus“) und war auch bereits Referent der ersten Ulrich-Tagung in Passau.
Rachel M. Coleman ist außerordentliche Professorin für katholische Theologie an der Assumption University in Worcester, Massachusetts. Nach ihrem Studium der Philosophie und Biologie vertiefte sie sich im Masterstudium in Biotechnologie und Ethik. Der Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit und Forschung liegt auf der Metaphysik. Außerdem schreibt sie über Themen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Philosophie und Theologie. Sie beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Ulrichs Philosophie.
Oliver Dürr ist Habilitand an der Universität Zürich und leitet das Forschungsprojekt „Contesting Computer-Anthropologies. A ‚Techniktheologie‘ and Anthropology for the Digital Age“ an der Universität Fribourg. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Techniktheologie, Anthropologie in der digitalen Transformation sowie Trans- und Posthumanismus. Er promovierte sich in Theologie zum Thema „Homo Novus. Zur eschatologischen Transformation des Menschen im Zeitalter des Transhumanismus“ und arbeitete parallel dazu als wissenschaftlicher Mitarbeiter am ökumenischen „Zentrum für Glaube & Gesellschaft“ an der Universität Fribourg, wo er seit 2024 auch Direktor ist. Auch er beschäftigt sich intensiv mit Ulrichs Werk.
Eduard Fiedler ist Assistenzprofessor für Philosophie an der Theologischen Fakultät der Universität in Olmütz (Olomouc). Er ist der Leiter des Forschungsprojekts „Trinitarian Ontologies: A New Philosophical Investigation into Trinitarian Relationality“ und u.a. Mitglied des Redaktionsausschusses der tschechischen Communio. Er hat an dem Projekt „Trinitarian Ontology of the Human Person“ an der Karlsuniversität in Prag mitgewirkt und internationale Konferenzen in Prag und Münster mitorganisiert. Er studierte Rechtswissenschaften in Brünn (Brno) und Theologie in Prag. Während seines Promotionsstudiums in Philosophie und Ästhetik in Brünn und Regensburg entdeckte er die Schriften von Ferdinand Ulrich.
Stephan Grätzel ist ein deutscher Philosoph. Er lehrte von 1998 bis 2018 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und leitete den Arbeitsbereich Praktische Philosophie sowie die internationalen Forschungsstellen zu Maurice Blondel und Eugen Fink. Er habilitierte sich mit der Arbeit „Die Entdeckung der leiblichen Vernunft. Systematische Darstellung der philosophischen Problematik eines leiblichen Selbstbewußtseins im 19. und 20. Jahrhundert“. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Dialogik. Mit Ferdinand Ulrich stand er über viele Jahre in Korrespondenz.
Johannes Hartl ist ein deutscher Theologe, Autor und Sprecher, der mit seinen Vorträgen auf internationalen Bühnen und in den sozialen Medien hunderttausende Sinnsuchende erreicht. Dabei spricht er vor allem über die Themen Sinn, Verbundenheit, Schönheit und Glaube. Nach seinem Philosophie- und Germanistikstudium hat er in katholischer Theologie promoviert und 2005 zusammen mit seiner Frau das Gebetshaus Augsburg gegründet, einen Ort christlicher Spiritualität, der ökumenisch geprägt ist. Außerdem hat er die Bewegung „Eden Culture“ gegründet, in der sich Menschen sammeln, die die Kultur hoffnungsvoll mitgestalten wollen. Auch für ihn war die Begegnung mit Ferdinand Ulrich und seinem philosophischen Werk prägend.
Stefan Oster ist Salesianer Don Boscos und seit 2014 Bischof von Passau. Während seines Studiums in Regensburg begegnete er dem Philosophieprofessor Ferdinand Ulrich, dessen Werk er anschließend studierte und ihm seine Doktorarbeit widmete („Mit-Mensch-Sein. Phänomenologie und Ontologie der Gabe bei Ferdinand Ulrich“). Als Schüler von Ferdinand Ulrich, der ihm nicht nur Lehrer sondern auch väterlicher Wegbegleiter war, versucht er, in seinen Predigten und Vorträgen Ulrichs Denken für den Menschen und die Kirche von heute zu erschließen und nachvollziehbar zu machen.
Wir freuen uns, wenn sich viele für die Tagung interessieren und sich den Termin vormerken: 29. bis 31. Oktober 2027. Die Anmeldung sowohl für die Tagung als auch für Unterkunft und Verpflegung wird ab Frühjahr 2027 möglich sein. Mit dem Newsletter aus dem Ferdinand-Ulrich-Archiv, den wir viermal pro Jahr verschicken, bleiben Sie auch rund um das Thema Tagung immer auf dem Laufenden: Newsletter abonnieren.

Update zur Ulrich-Tagung 2027, Quelle: Ferdinand-Ulrich-Archiv


